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Medizinische Rehabilitation bei Arbeitsunfall und Berufskrankheiten
Bei der medizinischen Rehabilitation von Arbeits- und Wegeunfällen sowie bei Berufskrankheiten werden spezielle Verfahren angewandt.

Durchgangsarztverfahren
Unfallverletzte müssen nach den Bestimmungen der Berufsgenossenschaft im Falle von Arbeitsunfällen/Wegeunfällen bei einem Durchgangsarzt vorstellig werden, wenn
• die Unfallverletzung über den Unfalltag hinaus zur Arbeitsunfähigkeit führt
• die notwendige ärztliche Behandlung voraussichtlich über eine Woche andauert
• Heil- und Hilfsmittel zu verordnen sind
• es sich um eine Wiedererkrankung aufgrund von Unfallfolgen handelt.
Der Durchgangsarzt entscheidet darüber, ob die allgemeine Heilbehandlung beim Hausarzt durchgeführt wird oder ob wegen der Art oder Schwere der Verletzung eine besondere Heilbehandlung erfolgen muss.
VerletzungsartverfahrenUnfallverletzte mit schweren Verletzungen, die eine sofortige besondere unfallmedizinische Behandlung benötigen, werden zur medizinischen Erstversorgung in spezielle Kliniken überwiesen. Die Unfallversicherungsträger betreiben hierfür eigene Berufsgenossenschaftliche Unfallkliniken und Sonderstationen. In diesen Einrichtungen können Schwerst-Unfallverletzte entsprechend behandelt werden.
H-Arzt-Verfahren
Am H-Arzt-Verfahren beteiligte Ärzte sind Ärzte mit besonderen unfallmedizinischen Kenntnissen und können besondere Heilbehandlung nur bei bestimmten Verletzungen durchführen.
Berufsgenossenschaftliche Stationäre Weiterbehandlung (BGSW)
Im Rahmen der Berufsgenossenschaftlichen Stationären Weiterbehandlung (BGSW) wird eine stationäre Rehabilitation unmittelbar im Anschluss an die Akutphase eingeleitet. Dies geschieht vor allem bei Verletzungen des Stütz- und Bewegungsapparates, peripheren Nervenverletzungen und Schädel-Hirnverletzungen.
EAP: Erweiterte ambulante Physiotherapie (nach Arbeitsunfällen)
Für spezielle Verletzungen oder Berufskrankheiten kann eine Erweiterte Ambulante Physiotherapie notwendig sein. Bei der Erweiterten Ambulanten Physiotherapie handelt es sich um die Kombination aus krankengymnastischer und physikalischer Therapie sowie medizinischer Trainingstherapie.
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