Rehabilitation bei inneren Erkrankungen Unter dem Begriff der inneren chronischen Krankheiten sind Organ- und Systemerkrankungen im Bereich der inneren Organe und Regulationssysteme zusammengefasst. Im körperlichen Bereich können die Auswirkungen der jeweiligen Schädigung Funktions-Beeinträchtigung und Benachteiligung unterschiedlich sein.

Manche chronische innere Erkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder Asthma Bronchiale verlaufen häufig ohne gravierende Symptome, können aber jederzeit zu lebensgefährlichen Situationen führen. In solchen Fällen ist eine schnelle Intervention notwendig.
Insgesamt kann man aber davon ausgehen, dass Betroffene bei dieser Art innerer Krankheiten durchschnittlich eine ebenso hohe Lebenserwartung haben wie gesunde Menschen.
Bei den meisten inneren chronischen Erkrankungen ist es in erster Linie wichtig, dass Prophylaxe und Therapie in den allgemeinen Tagesablauf eingebaut werden.
Zu den inneren Erkrankungen gehören zum Beispiel:
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Funktionelle Herz-Kreislauf-Erkrankungen
• Bluthochdruck
• Niedriger Blutdruck
• Herzrhythmusstörungen
Entzündliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen
• Herzmuskelentzündung
• Herzbeutelentzündung
• Gefäßentzündungen
Arteriosklerotische Herz-Kreislauf-Erkrankungen
• Arterielle Verschlusskrankheit
• Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK)
• Koronare Herzkrankheit (KHK)
• Herzinfarkt
• Herzinsuffizienz
Rehabilitation nach Herzoperationen
• Nach einer Herzklappenoperation
• Nach einer Herztransplantation
• Nach Einsetzen eines Herzschrittmachers
Sonstige Innere Erkrankungen
Stoffwechselerkrankungen
• Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
• Gicht
• Übergewicht (Adipositas)
• Schilddrüsenerkrankungen
Gefäßerkrankungen
• Rehabilitation nach Gefäßoperationen
• Atherosklerosefolgen (arterielle Verschlusskrankheit und Hirndurchblutungsstörungen)
• Thrombose und Embolie
• fortgeschrittene Krampfaderleiden und Lymphstauungen
Venenerkrankungen
• Venöse Durchblutungsstörungen
• Thrombosen
Nieren-, Harnwegs-, Prostataerkrankungen
Krankheiten des Blutes und der Blutbildungsorgane
Magen-, Darm-, Leber-, Galle-Beschwerden
Störungen der Sinnesorgane
Gynäkologische Erkrankungen
Ablauf der Rehabilitation bei inneren Erkrankungen
Phase 1: Medizinische Erstversorgung
Bei inneren Erkrankungen erfolgt die medizinische Erstversorgung in der Regel durch den niedergelassenen Arzt oder durch den Arzt im Krankenhaus. Je nach schwere der Erkrankung wird zunächst versucht, die Behandlung mit konservativen Mitteln, also ohne Operation, durchzuführen.
Phase 2: Operation und stationärer Krankenhausaufenthalt
Sollte die konservative Therapie nicht den erhofften Erfolg bringen oder die Schwere der Erkrankung dies erforderlich machen, ist eine Operation unumgänglich. Diese wird dann stationär im Krankenhaus vorgenommen.
Phase 3: Anschlussheilbehandlung (AHB)
Ist es zu einer Operation gekommen, folgt direkt im Anschluss eine weitere Rehabilitation, die sog. Anschlussheilbehandlung (AHB), die innerhalb von 14 Tagen nach dem Krankenhausaufenthalt beginnt. In der Reha-Klinik wird für jeden Patienten ein individueller Plan erstellt, der speziell auf ihn abgestimmt ist.
Phase 4: Stationäre oder ambulante Rehabilitation
Nach medizinischer Erstversorgung wird der Patient in einer spezialisierten Klinik zur Rehabilitation untergebracht. Für jeden Rehapatienten wird ein individueller Therapieplan erstellt, der auf seine speziellen Beschwerden zugeschnitten ist.
Nach der medizinischen Reha: Berufliche Reha und Wiedereingliederung
Ist die Rehabilitation/Anschlussheilbehandlung (AHB) erfolgreich abgeschlossen worden, wird der Patient ins Berufsleben zurückgeführt. Abhängig von seinem Gesundheitszustand kann dies schrittweise erfolgen, d.h. der Rehabilitant nimmt beispielsweise seine bisherige Tätigkeit anfangs nur halbtags wieder auf.
Sollten sich aus der Schwere der Erkrankung eine Berufsunfähigkeit oder gar eine Behinderung ergeben, hat der Betroffene Anspruch auf die sog. Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. |