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Die geriatrische Rehabilitation DIe geriatrische Rehabilitation befasst sich mit den Erkrankungen alternder und alter Menschen. Ziel der geriatrischen Rehabilitation ist die Erhaltung der individuellen Selbstständigkeit und die Vermeidung von Pflegebedürftigkeit nach einem Unfall oder schweren Krankheiten. Um einen geriatrischen Patienten handelt es sich,
• wenn der Patient bereits ein hohes Lebensalter (70 Jahre und mehr) erreicht hat
• wenn er an mindestens zwei behandlungsbedürftigen Krankheiten leidet.

Indikationen in der geriatrischen RehabilitationDas Durchschnittsalter geriatrischer Patienten beträgt rund 80 Jahre. Eine geriatrische Rehabilitation wird zum Beispiel erforderlich
• nach Sturzvorfällen und damit verbundenen hüpftgelenksnahen Frakturen
• nach einem Schlaganfall
• nach Operationen mit Prothesen von Hüfte und/oder Knie
• nach Amputationen
• bei PAVK (Periphere arterielle Verschlußkrankheit)
• bei Diabetes mellitus
• nach einem Herzinfarkt
Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel drei bis vier Wochen.
Kostenträger und ZuzahlungenDie Kostenträger der geriatrischen Rehabilitation sind die Krankenkassen. Die Zuzahlung zu Leistungen der geriatrischen Rehabilitation beträgt 10,00 Euro pro Tag und ist auf 28 Tage pro Kalenderjahr begrenzt.
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Ablauf der geriatrischen Rehabilitation
Phase 1: Medizinische Erstversorgung
Die medizinischer Erstversorgung erfolgt durch den niedergelassenen Arzt, bzw. durch den Arzt im Krankenhaus. Der Antrag wird von ihm bei der Krankenkasse gestellt und dort von einem Gutachter geprüft.
Phase 2: Ambulante oder stationäre Rehabilitation
Die Behandlung erfolgt in einer speziellen Reha-Einrichtung durch ein sog. geriatrisches Team. Dieses Team bestimmt in einem geriatrischen Assessment, welche Behinderungen und Einschränkungen beim Patienten bestehen und welches individuelle Rehabilitationsziel festzulegen ist. Zudem weisen geriatrische Patienten häufig eine Multimorbidität auf und müssen daher oft in speziellen Einrichtungen gleichzeitig akutmedizinsch und rehabilitativ behandelt werden.
Phase3: Wiedereingliederung in den Alltag (Soziale Rehabilitation)
Im Laufe der Rehabilitation werden die Patienten, soweit dies möglich ist, auf die Rückkehr in den häuslichen Alltag vorbereitet. Im Rahmen eines Hausbesuches machen sich zum Beispiel Ergotherapeuten und Sozialpädagogen ein Bild davon, ob eine behindertengerechte Anpassung der Wohnung des Patienten erforderlich ist.
Auch die Angehörigen werden im Verlauf der Rehabilitation miteinbezogen und erhalten Anleitung zur Hilfestellung und gegebenenfalls im Umgang mit technischen Hilfsmitteln. Für den Patienten ist es von großer Bedeutung, dass ihm nach seiner Entlassung aus der Rehabilitation ein soziales Umfeld zur Verfügung steht, das ihm eine häusliche Versorgung gewährleistet. Dazu gehören die alltäglichen Verrichtungen ebenso wie die Mobilität des Betroffenen. |
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